Tisilfocon A ist ein fluorhaltiges Silikon-Acrylat-Material, das ausschließlich für formstabile (harte) Kontaktlinsen eingesetzt wird. Anders als weiche Materialien aus der Silikon-Hydrogel- oder Hydrogel-Gruppe enthält Tisilfocon A praktisch kein Wasser – der Wassergehalt liegt im Bereich von –1 bis 1 %. Die Sauerstoffversorgung der Hornhaut erfolgt bei diesem Material nicht über eingelagertes Wasser, sondern direkt durch die Gaspermeabilität des Kunststoffs selbst.
Mit einem Dk/t-Bereich von 52 bis 189 deckt Tisilfocon A eine erhebliche Spannbreite ab. Der niedrigere Wert (52 Dk/t) findet sich bei der Conflex-air-Linie von Wöhlk, während die Menicon-Z-Familie Werte von 189 Dk/t erreicht. Zum Vergleich: Viele weiche Silikon-Hydrogel-Materialien bewegen sich typischerweise im Bereich von 60 bis 160 Dk/t. Die höchste Transparenz für Sauerstoff innerhalb dieser Produktgruppe ermöglicht damit ein verlängertes Tragen ohne physische Hypoxie-Risiken, sofern die Anpassung durch einen Augenoptiker korrekt erfolgt.
Im Tisilfocon-A-Segment sind zwei Hersteller vertreten: Menicon aus Japan mit der Menicon-Z-Familie (darunter torische, Progressive- und Comfort-Varianten) sowie Wöhlk mit der Conflex-air-Reihe. Alle gelisteten Linsen sind als Jahreslinsen konzipiert, was bei formstabilen Linsen üblich ist, da das Material deutlich robuster ist als weiche Einweg- oder Monatslinsen. Die regelmäßige Pflege und Reinigung ist entsprechend ein fester Bestandteil des Tragekonzepts.
Formstabile Linsen aus Tisilfocon A eignen sich besonders für Hornhautformen, bei denen weiche Linsen keine ausreichende Sehschärfe liefern, etwa bei irregulärem Astigmatismus. Da das Material keine Feuchtigkeit speichert, sind Austrocknungsphänomene, wie sie bei hydrogelhaltigen Materialien bekannt sind, weitgehend irrelevant. Allerdings erfordert die Eingewöhnungsphase an formstabile Linsen in der Regel mehr Geduld als bei weichen Linsen. Wer zwischen Tisilfocon A und weichen Alternativen abwägt, sollte dies mit einem Augenoptiker oder Augenarzt besprechen, da die Anpassung von RGP-Linsen individuell erfolgen muss.
Tisilfocon A ist ein formstabiles (hartes) RGP-Material mit einem Wassergehalt von nahezu null Prozent. Die Sauerstoffversorgung der Hornhaut erfolgt durch die direkte Gasdurchlässigkeit des Kunststoffs, nicht über eingelagertes Wasser wie bei Hydrogel- oder Silikon-Hydrogel-Materialien. Das macht es in Bezug auf Austrocknungseffekte anders, erfordert aber eine individuelle Anpassung.
Aktuell sind zwei Marken mit insgesamt 7 Produkten vertreten: Menicon mit der Menicon-Z-Familie (inklusive Comfort- und Progressive-Varianten) sowie Wöhlk mit der Conflex-air-Reihe. Alle Produkte sind als Jahreslinsen ausgelegt.
Die Sauerstoffdurchlässigkeit variiert je nach Produkt zwischen 52 Dk/t (Conflex-air von Wöhlk) und 189 Dk/t (Menicon-Z-Familie). Höhere Dk/t-Werte bedeuten eine bessere Sauerstoffversorgung der Hornhaut beim Tragen.